Y-Trasse

INFO Grundsätzlich (Stand 2003):

– Was ist überhaupt die Y-Trasse?

Die Y-Trasse ist eine geplante, neue Eisenbahn ICE-Trasse von Hannover Richtung Hamburg und Richtung Bremen durch die unberührte Heide. Die geplanten zwei Richtungen erfordern eine Verzweigung der Trasse nördlich von Hannover im Raum Walsrode. Projiziert man die Trassenplanung auf eine Landkarte, so ergibt sich eine einem „Y“ ähnliche Figur, daher der Name „Y-Trasse“.

– Wer will die Trasse?

Nachdem wir uns vom Verein BLWe.V.- (Bürger für eine Lebenswerte Wedemark e.V.) mittlererweile über 3Jahre in dem Thema befinden, kristallisiert sich recht deutlich heraus, das die Trasse nur eine Funktion hat, nämlich in Zeiten guter politischer Verbindungen Hannovers nach Berlin nach Möglichkeit beträchtliche  Bundesmittel in Niedersachsen zu binden. Die prognostizierten Kosten lagen 1992 bei 2,5Milliarden DM und liegen heute bei etwa der doppelten Summe: 2,5Milliarden Euro. Da wie bei nahezu allen Bauvorhaben des Bundes auch bis zur Realisierung der Trasse eine Preissteigerung in einer nicht unerheblichen Größenordnung stattfinden wird, wird die tatsächliche Bausumme die geschätzten 2,5Milliarden Euro übersteigen.

Interessanterweise hat die Bahn AG bisher kein allzu großes Interesse  an der Trasse gezeigt. Warum denn auch: Die Anschlüsse der Y-Trasse an bestehende Strecken bzw Bahnhöfe im Raum Hannover, Bremen und ganz besonders Hamburg sind derzeit technisch nicht realisierbar, weil dort unüberwindbare Engpässe in Form von „Flaschenhälsen“ entstehen, was bedeutet, das die diversen, den Studien (s. a. „Fahrzeitverkürzung“) zugrundegelegten Zahlen reine Schreibtischwerte sind, ohne jeden Bezug zur Realität. Bevor das Problem der Flaschenhälse in Hannover und Hamburg nicht gelöst ist hat die Trasse keinen Sinn.

– Gibt es echte Alternativen?

Da das Thema Y-Trasse seit mehreren Jahren in vielen Schreibtischen lauert, verwundert es nicht, dass sich diverse Fachleute zu dem Thema Y-Trasse geäußert haben. Für uns  gilt seit Bestehen des Vereins BLW e.V., wie aber auch seit langem von kompetenten Fachleuten gefordert die Variante: „Ausbau der schon vorhandenen Strecken auf den Stand der Technik – vor einem Neubau – mit all seinen vorteilhaften Konsequenzen in wirtschaftlicher, also ökonomischer – aber auch ganz besonders in ökologischer Hinsicht.

Das würde z.B. bedeuten: Dass sich etwa genauso viele Bundesmittel in Niedersachsen binden ließen, wertvolle Landschaften nicht zerschnitten würden, kein erneuter Flächenverbrauch stattfindet, keine Trinkwassergewinnungsgebiete für Großstädte gefährdet werden, unberührte Landschaften nicht zerstört werden, keine neuen besiedelten Gebiete mit Bahn-Lärm kontaminiert oder unbewohnbar werden u.s.w.. Die Liste ließe sich weiter fortführen.

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